Freitag, 2. Januar 2015

Feuerwehr - Einsätze zum Jahreswechsel

Die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren Wiesmoor und Marcardsmoor werden den Jahreswechsel 2014/15 wohl nicht so schnell vergessen. Zuerst musste die Feuerwehr Wiesmoor an Silvester zu zwei Einsätzen ausrücken, bevor ein Großbrand am frühen Neujahrstag auch die Wehren aus Marcardsmoor und Strackholt in Atem hielt.


Schulstraße
Zunächst begann der Silvestertag für die Feuerwehr Wiesmoor gegen 11.50 Uhr mit einer Ölschadensbekämpfung nach einem Verkehrsunfall auf der Schulstraße zwischen Resedaweg-Brücke und Amaryllisweg. Dabei prallte eines der beiden beteiligten Fahrzeuge gegen einen Straßenbaum. Nur durch einige glückliche Umstände lief dieser Unfall einigermaßen glimpflich für alle Unfallbeteiligten ab. Die Feuerwehr nahm die ausgelaufenen Betriebsstoffe mit Betriebsmitteln auf und rückte kurz darauf wieder ein.


Heckenbrand
Kurz vor dem Jahreswechsel, gegen 22.50 Uhr wurde die Feuerwehr Wiesmoor dann erneut von der Kooperativen Regionalleitstelle Wittmund alarmiert. Dieses Mal brannte an der Mullberger Straße eine Thujahecke. Als die Feuerwehrleute vor Ort eintrafen, standen knapp zehn Meter Thuja-Hecke in Flammen. Dem massiven Löschwassereinsatz aus drei C-Rohren plus dem Schnellangriff des Tanklöschfahrzeuges war es zu verdanken, dass die Flammen schnell niedergeschlagen wurden. So konnte eine weitere Brandausbreitung erfolgreich verhindert werden. Insgesamt 6000 Liter Löschwasser aus beiden wasserführenden Fahrzeugen der Feuerwehr Wiesmoor war dazu nötig. Dieser Einsatz dauerte gut 45 Minuten.


Wiesmoorgärtnerei
Um 00.52 folgte schließlich der nächste Alarm. Im Bereich der Wiesmoor-Gärtnerei an der Hauptstraße meldeten Anrufer ein Feuer. Kurz nachdem die ersten Kräfte den Brandort erreicht hatten, ergab eine erste Lageerkundung, das es im Inneren eines größeren Gewächshauskomplexes zu einem Brandausbruch gekommen war. Die Flammen griffen sehr schnell um sich, so dass der Einsatzleiter kurz darauf die Alarmstufe erhöhen ließ und ebenfalls die Feuerwehr Marcardsmoor anforderte. Zusätzlich kam den Wiesmoorern auch noch die benachbarte Feuerwehr aus Strackholt zur Hilfe, welche sich gerade auf der Rückfahrt von einem Einsatz auf ihrem Gemeindegebiet befand und daraufhin ebenfalls angefordert wurde.

In dem Brandobjekt selbst fanden die eingesetzten Atemschutztrupps ein eher ungewöhnliches Szenario vor. Von dem Feuer waren insgesamt acht große und zusammenhängende Gewächshäuser mit einer Gesamtfläche von rund 10.000 m² betroffen. Hauptsächlich fanden die Flammen in der überall verbauten Schattierungsfolie, die aus leicht brennbarem Material bestand, reichlich Nahrung. Die hohen Temperaturen brachten die Folie zum Schmelzen, so dass sie anschließend brennend zu Boden tropfte. Dabei entzündeten sich natürlich auch Teile der Innenausstattung sowie Paletten, Kisten und Rollwagen mit Verpackungs- und Arbeitsmaterialien.

Um sich Zugang zum Innenraum der Gewächshäuser zu verschaffen, mussten die Einsatzkräfte einige Glasscheiben einschlagen. Auch durch das Feuer selbst wurden etliche Glasscheiben zerstört. Der schwierige Zugang zum Brandobjekt, ein Meer aus Glasscherben und der heruntertropfende brennde Kunststoff stellten für die Einsatzkräfte eine nicht unerhebliche Gefährdung dar. Dennoch wurde im Innenangriff keiner der eigesetzten Feuerwehrleute verletzt. Allerdings wurde ein Feuerwehrmann nach einem Schlauchplatzer beim Aufbau einer Wasserversorgungsleitung von umherfliegenden Teilen getroffen und ins Krankenhaus gebracht. Nach ambulanter Behandlung konnte er die Klinik aber wenig später wieder verlassen.

Aufgrund der rasanten Brandausbreitung wurde ein Großteil der betroffenen Gewächshäuser ein Raub der Flammen. Den Feuerwehrkräften gelang es aber, eine Ausbreitung des Feuers auf die restliche 70.000m² große zusammenhängende Gewächshausanlage zu verhindern. Zwischenzeitlich wurde die Feuerwehr Wiesmoor zu einem weiteren Einsatz gerufen. Im Weizenweg meldeten aufmerksame Bürger einen hellen Feuerschein direkt an einem Wohngebäude. Umgegehend wurden daraufhin das Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Wiesmoor und die Feuerwehr Marcardsmoor zur neuen Einsatzstelle geschickt. Dort angekommen, konnten sie glücklicherweise schnell Entwarnung geben. Es brannte lediglich eine Abfalltonne für Papier. Mit Kleinlöschgeräten bekämpften die Einsatzkräfte den Brand und rückten kurz darauf wieder ab.

Bei der Wiesmoor-Gärtnerei war die Feuerwehr Wiesmoor mit allen acht Fahrzeugen, die Feuerwehren aus Marcardsmoor und Strackholt jeweils mit einem Fahrzeug vor Ort. Insgesamt 65 Einsatzkräfte der Feuerwehr sowie ein Mitarbeiter des örtlichen Energieversorgers kamen außerdem zum Einsatz. Während der Dauer der Löscharbeiten wurde die Hauptstraße von der Polizei, die ebensfalls mit drei Streifenwagen vor Ort war, komplett gesperrt. Gegen 05.30 Uhr konnten die letzten Feuerwehrleute die Einstzstelle verlassen. Die anschließenden Aufräum- und Reinigungsarbeiten im Feuerwehrhaus zogen sich noch etwa eine Stunde länger hin.


Kleidercontainerbrand in Hinrichsfehn















Text: Jan-Marco Bienhoff (jmb)                                                         
Bild(er): Jan-Marco Bienhoff (jmb)