Sonntag, 27. September 2015

CDU MdEP Gieseke besucht Stadt Wiesmoor und Schoon Fahrzeugbau

Wiesmoor, den 23.09.2015 

Direkter Draht vor Ort steht für Jens Gieseke MdEP im Vordergrund 
Antrittsbesuch beim Bürgermeister der Stadt Wiesmoor und Besichtigung Schoon Fahrzeugsysteme 


Im Rahmen des persönlichen Kennenlernens und des Austausches, besuchte der CDU Europaabgeordnete Jens Gieseke Bürgermeister Friedrich Völler. Schwerpunkte des Gespräches bildeten die zukünftige Entwicklung im Bereich Wirtschaft, Tourismus und Handel nebst erforderlicher Infrastruktur und den für Wiesmoor spezifischen Besonderheiten.  Großen Raum nahmen im Besonderen die derzeitigen Auswirkungen des Flüchtlingsstromes und den damit verbundenen Herausforderungen für die Kommune ein. 


Jens Gieseke hob hierbei hervor, die Stadt im Rahmen seiner Möglichkeiten nach Kräften zu unterstützen und als Ansprechpartner auf europäischer Ebene zur Verfügung zu stehen. 

Foto übermittelt
Einen besonderen Schwerpunkt des Nachmittages bildete im Anschluss der Besuch der Firma Schoon Fahrzeugsysteme aus Wiesmoor. Nach der Begrüßung durch den Inhaber und Geschäftsführer Friedhelm Schoon entwickelte sich schnell ein reger Informationsaustausch. Hier wurde deutlich, dass es sich bei dem mittelständischen Unternehmen um ein äußerst innovatives und hochspezialisiertes Unternehmen im Fahrzeugsystembau handelt, welches komplexe Systemlösungen im Bereich der Nutzfahrzeuge anbietet. Hierbei erstreckt sich das Geschäftsfeld auf nahezu alle namhaften Nutzfahrzeughersteller. 
Dargestellt wurde  ebenfalls, welche besonderen Anforderungen und Hürden auf europäischer Ebene seitens der Firma Schoon Fahrzeugsysteme zu bewältigen sind, um Anforderungen in den einzelnen Segmenten wie zum Beispiel Normen und Verfahren zu entsprechen. Hierbei wurde ein besonderer Blick auch auf die damit verbundenen rechtlichen Erfordernisse geworfen, die immer mehr Raum einzunehmen scheinen. 
Abschließend wurde die Produktionsstätte eingehend besichtigt. Auch hier fand ebenfalls ein reger Austausch statt. Für beide Seiten stand am Ende des Besuches fest, dass weiterhin ein regelmäßiger Kontakt bestehen bleibt.  


Samstag, 26. September 2015

Torf- und Siedlungsmuseum war am 24. September ganztägig geschlossen

Grund für dieses außergewöhnliche Ereignis war: Den ehrenamtlichen Mitarbeitern des Museums, die dem Museum viele Stunden ihrer Freizeit opfern, sollte vom Trägerverein ein herzliches Dankeschön übermittelt werden. Der Vereinsvorstand (Gerold Kayser, Arianne Schoon, Helma Adden, Hinrich Saathoff, Karl Hagen, Friedrich Brochmann, Alfons Block und Jürgen Adams) hatte zu einer Fahrt ins Blaue eingeladen. Mit einem komfortablen Reisebus startete die Tour pünktlich um 9 Uhr. Dem aktuellen Wetter nach war es aber eher eine Fahrt ins Graue!

Museumsmitarbeiter

Außer dem Busfahrer wusste niemand etwas über das Ziel der Reise. Sollte es gar ins Ausland gehen? Im Vorfeld wurde von den Teilnehmern die Personalausweisnummer erbeten und man sollte den Ausweis beim Ausflug auch dabei haben!

An Wiesmoors Hauptkreuzung ging es Richtung Friedeburg. Holland war also nicht das Ziel.








Bei Sande ging es auf die Autobahn - Richtung Wilhelmshaven. Es ging weiter bis zum Autobahnende und dann zum Jade-Weser-Port!


In einem Rundgang wurden den Besuchern die Reiserouten der Containerschiffe nach Fernost deutlich gemacht.


Danach gab es bei Kaffee, Tee und Kuchen eine Präsentation, in der die zunehmende Bedeutung des Jade-Weser-Ports herausgestrichen wurde.Für die Zukunft besonders wichtig sei die Tatsache, dass Wilhelmshaven der einzige deutsche Tiefwasserhafen für Schiffe mit einem Tiefgang von 18 m sei. Er sei als Ergänzungshafen gebaut für die wesentlich umschlagreicheren Häfen Hamburg und Bremerhaven, diese könnten aber nicht von Containerschiffen der aktuellen  Größe angelaufen werden. In Wilhelmshaven können diese Containertschiffe geleichtert werden und die Container mit kleineren Feederschiffen weiter geleitet werden.



In China hergestellte Ladekräne sorgen für die zügige Entladung der Containerschiffe.


Die geleichterten Container können dann mit diesen Wagen an ihren Bestimmungsort zum Weitertransport gebracht werden.

In den Jahren 2013 und 2014 lief der Hafenumschlag nur schleppend an und enttäuschte die Erwartungen. Im Jahr 2015 aber steigerte sich der Umschlag erheblich und die Hoffnung, dass sich der Jade-Weser-Port als Fortschrittsmotor für die gesamte Ostfriesische Halbinsel entwickeln würde, scheint sich zu bestätigen.

Cornelia Voß, die ausgezeichnete Gästeführerein der Stadt Wilhelmshaven, lotste die Reisegruppe per Bus dann durch weitere Häfen der Stadt Wilhelmshaven ...





... wobei auch die Bundesmarine einbezogen war. Das erklärte auch die Angabe zu den Personalausweisen - Sicherheitsüberprüfung der militärischen Behörden.


Bei einer Stadtrundfahrt erfuhr die Reisegruppe etwas über Wilhelm I. von Preußen, der letztendlich durch die Entscheidung, vom Großherzogtum Oldenburg ein Gebiet um Rüstringen zu erwerben und zu einem Hafen für eine politisch notwendig gewordene Kriegsmarine auszubauen, Namensgeber dieser Stadt wurde.

Abschließend gab es im Vareler Brauhaus, unmittelbar am historischen Vareler Hafen gelegen, ein schmackhaftes Büfett.


 Ein Teil der Mitglieder!

Es war ein bemerkenswerter  Ausflug, der sicher lange in der Erinnerung haften bleibt!















































Donnerstag, 24. September 2015

Wiesmoorer Generationen und Torf- und Siedlungsmuseum gemeinsam

Wiesmoorer Generationen e.V.
  
Der Wiesmoorer Generationenverein plant in Zusammenarbeit mit dem Torf- und Siedlungsmuseum Wiesmoor erstmals eine Tagesveranstaltung für Zugezogene (und Dagebliebene), die sich auf amüsante Weise mit den ostfriesischen Bräuchen und Gepflogenheiten bekannt machen wollen. Da gibt es zur Begrüßung eine kleine Einschulungszeremonie, eine Heimatkundestunde in der Museumsschule und in der Pause Spiele „Anno dazumal“. Im Sportunterricht - nach dem Mittagessen mit drei unterschiedlichen typischen ostfriesischen Gerichten - werden ebenso typische Sportarten durchgeführt.
Nicht zuletzt gibt es einen – nicht ganz ernst gemeinten - Plattdeutsch-Crashkurs, lustige und nachdenkliche plattdeutsche Geschichten und Lieder und dabei zur Krönung den bekannten „Krinthstuut mit Tee“.
Die ehrenamtlichen Mitglieder der beiden Vereine freuen sich auf diese Premierenveranstaltung:

10. Oktober 2015 im Torf- und Siedlungsmuseum
11.00 Uhr bis 16.00 Uhr


Kosten „all inclusive“, also mit Eintritt, Mittagessen und Teezeit:     
Erwachsene 15,00 € - Kinder ermäßigt

Anmeldungen bis zum 03.10.15 erbeten. Anmeldungen oder Rückfragen unter der Nummer 04943 201377 oder über mich.
Tel:    04944 1796
Mail: stadtlander@t-online.de

Dienstag, 22. September 2015

Ferienbetreuung Herbst 2015

Zahlreiche Eltern können die Betreuung ihrer Kinder in den Ferien nicht sicherstellen, da diese länger sind als ihr eigener Urlaub. Nach den positiven Erfahrungen der vergangenen Ferien, wird die Stadt Wiesmoor auch in den Herbstferien 2015 eine verlässliche Ferienbetreuung anbieten. Diese ist vorgesehen für Kinder, die die Grundschule besuchen.

Die erforderlichen Unterlagen zur Anmeldung können auf der Internetpräsens der Stadt Wiesmoor (
www.wiesmoor.de) heruntergeladen oder im Rathaus (Zimmer 101) angeholt werden.
Die Unterlagen sollten möglichst umgehend, spätestens jedoch bis zum 16.10.2015 an die Stadt Wiesmoor, z.Hd. Herr Hofer zurückgesendet werden.

Für Rückfragen und weitere Informationen steht Stadtjugendpfleger Michael Hofer unter 04944/927421 gern zur Verfügung.

Donnerstag, 17. September 2015

1. Wiesmoorer Biernacht

LWTG

Am 02.10.2015 startet um 18.00 Uhr in Wiesmoor die erste Biernacht. Neben Live-Musik und DJ-Area kann man sich durch verschiedene Fass-Biersorten "probieren". Mit dabei u.a. Jever-Pils, Sion-Kölsch, Hövels-Dunkel, Radeberger-Pils und Guinness aus Irland. Aber auch alkoholfreie und verschiedene Flaschenbiere werden nicht fehlen.

Ganz nach dem Motto "Lust auf was LECKERES" werden an verschiedenen Food-Ständen z.B. echte Emder Matjes, Bierknacker und würziges vom Grill angeboten. An der Currywurststation kann man zwischen 3 Schärfegraden wählen. Vom "Weichei" über "WÜRZIG" bis "Wiesmoorer" ist alles dabei.

Zu welcher Kategorie gehörst du ? Aber VORSICHT it`s HOT. Wir freuen uns auf euch.

Freizeitangebote für Herbst und Winter

Die Jugendpflege der Stadt Wiesmoor veröffentlicht in dieser Woche den aktuellen Veranstaltungskalender für die Monate Oktober bis Dezember 2015. Auch im Herbst diesen Jahres gibt es wieder viele interessante Angebote, für die sich Kinder und Jugendliche anmelden können.
Ob für das Backen von „Grusel-Muffins“, das Schwimmen im „Ocean Wave“ in Norddeich, das Shoppen in der Waterfront Bremen oder das Basteln von Laternen – unter 41 unterschiedlichen Veranstaltungen wird mit Sicherheit jedes Kind etwas Interessantes finden.    
Für Veranstaltungen, die in den Herbstferien stattfinden, ist der Anmeldeschluss der 09.10.2015.   
Die Plätze nach Eingang der Anmeldung vergeben, so dass eine frühzeitige Anmeldung empfohlen wird. Anmeldungen sind persönlich im Büro der Stadtjugendpflege  in der KGS Wiesmoor und telefonisch unter 04944-9274-21 oder -71 möglich.

Sonntag, 13. September 2015

Günter Grass Wochen

Bei der Vernissage zur 45. Ausstellung im Kunsthaus Wiesmoor der Künstlervereinigung Nordbrücke wurden Kunstwerke des Literaturnobelpreisträgers, Grafikers und Bildhauers Günter Grass dem Publikum vorgestellt. Grass hatte sich nach Krieg und Gefangenschaft mit allerlei Tätigkeiten den Lebensunterhalt verdient, sich nach einem Wiederzueinanderfinden der zestreuten Familie statt für eine Bürolaufbahn  für ein künstlerisches Studium entschieden.
"Ich werde Bildhauer", äußerte er seiner Familie gegenüber und ging nach Düsseldorf. Weil die Kunstakademie noch nicht wieder eröffnet war, begann er ein Praktikum als Steinmetz und Steinbildhauer.
Im Jahr 1948 wurde er in der Kunstakademie Düsseldorf aufgenommen, wechselte aber aus der Anfängerklasse des Bildhauers Sepp Mages in die Malklasse des Otto Pankok.

Diese Verbindung zu Otto Pankok ist letztendlich auch der Grund für die jetzige Günter Grass Ausstellung in Wiesmoor.

Horst-Richard Schlösser, in Mühlheim aufgewachsen, war ein Nachbar von Otto Pankok und wegen dieser Beziehung war es ihm bereits zweimal gelungen, eine Pankokausstellung mit Holzschnitten von Otto und Ölbildern von Eva Pankok nach Wiesmoor zu holen.

Erstmals hatte Schlösser im Jahr 2013 bei Grass wegen einer Ausstellung vorgesprochen. Der wollte gute Gründe wissen, warum er nun ausgerechnet in Wiesmoor ausstellen solle. Es bedurfte noch vieler Briefe und Telefonate, aber letztendlich war die gemeinsame Verehrung Otto Pankoks wohl der Grund, warum Grass im Frühjahr 2015 zugesagt hatte. Leider ist er jedoch am 13. April 2015 verstorben.

Dank seiner Witwe und der Günter Grass Stiftung konnte die Ausstellung in Wiesmoor trotzdem stattfinden.

Horst-Richard Schlösser, Vorsitzender der Künstlervereinigung Nordbrücke, bei seiner Eröffnungsrede, in der er den Vernissagegästen seine Bemühungen, die Ausstellung nach Wiesmoor zu holen, erläuterte. Auch wies er auf die Unterstützer - Ostfriesische Landschaft, Stadt Wiesmoor und von Harten-Architekten-GmbH - hin, ohne deren Unterstützung diese Ausstellung nicht hätte stattfinden können.


Für die Musik sorgte Johannes Eidt, Künstler und Grafiker aus Osnabrück. Eidt hat ein Studio in Osnabrück und ein Studio in Tokyo. Viele Jahre lang unterrichtete er an der Universität Tokyo. Eidt erhielt 2012 das Bundesverdienstkreuz für seinen Einsatz als Vermittler zwischen den Kulturen Japans und Deutschlands. Eidt ist mit einer Japanerin verheiratet und das Paar hat zwei Söhne.


Bürgermeister Frierich Völler überbrachte die Grußworte der Stadt Wiesmoor und schlug als ehemaliger Deutschlehrer auch den Bogen vom bildenden Künstler Günter Grass zum Literaten.


Für die Einführung in die Ausstellung konnte der Autor, Kunsthistoriker,
Kunstpädagoge, freischaffender Künstler,
Illustrator und Journalist, Dr. Lübbert R. Haneborger, gewonnen werden.

Er zeichnete das Leben und Schaffen von Günter Grass auf und schaffte eine Verbindung zum Werk des vielseitig talentierten Malers, Grafikers, Bildhauers und Schriftstellers, der auch mit Böll, Richter, Johnson, Kuby und weiteren Schriftstellern zur Gruppe 47 zählte - einer Nachkriegsvereinigung junger und weitgehend unbekannter Schriftsteller. Hier trug Grass auch die Werke "Die Blechtrommel" (1959), "Katz und Maus" (1961) und "Hundejahre" (1963) vor und wurde dafür gefeiert. Diese Werke begründeten seinen Einfluss auf die deutsche Nachkriegsliteratur, die im Jahr 1999 mit der Verleihung des Nobelpreises für Literaur geadelt wurde.

Im Anschluss an diese Einführung erfreute Johannes Eidt die Vernissagegäste noch einmal mit seinen oft recht philosophischen Liedertexten. Hier ein Ausschnitt davon:


 

 

Nachstehend einige Eindrücke aus der Vernissage:





Besucher während der Einführung

Besucher der Vernissage

Tänzer

Oskar mit der Blechtrommel

Vernissagegäste



Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass viele Wiesmoorer dieses erstklassige Kulturangebot auch annehmen -  kommen, anschauen und wahrnehmen, dass hier ein großartiges Angebot offeriert wird.

Kunst eines Nobelpreisträgers in Wiesmoor!