Montag, 16. Februar 2015

CO-Warnmelder für den Feuerwehreinsatz

Durch den Förderverein der Feuerwehr Wiesmoor konnten jetzt die ersten CO-Warnmelder mit einer dazugehörigen Kalibrierstation angeschafft werden. Diese neuen Warngeräte erhöhen die Sicherheit der Feuerwehrleute bei bestimmten Einsätzen um ein Vielfaches.

Kohlenstoffmonoxid, kurz Kohlenmonoxid oder einfach CO, ist ein Gas und kann durch die Atmung des Menschen schnell in den Körper aufgenommen werden. Es verhindert den Transport von Sauerstoff im Blut und führt dadurch zum Ersticken. CO entsteht bei jeder Verbrennung. Unter bestimmten Voraussetzungen, wie z.B. bei einer Verbrennung unter Sauerstoffmangel, bildet sich jedoch vermehrt Kohlenmonoxid. So können eine defekte Gastherme, ein schlechter Kaminzug oder der unsachgemäß genutzte Holzkohlegrill für die erhöhte Produktion von CO verantwortlich sein.

Regelmäßig werden Feuerwehren und Rettungsdienste in Deutschland mit gefährlichen Einsatzsituationen konfrontiert, bei denen Kohlenmonoxid eine Rolle spielt. So kann schon ein vermeintlicher Routineeinsatz, wie eine Notfalltüröffnung für den Rettungsdienst einen solchen Hintergrund haben und auch die eingesetzten Rettungskräfte in Lebensgefahr bringen. Das Gefährliche an diesem heimtückischen Gas ist die Tatsache, dass man es weder sehen, noch riechen oder schmecken kann. Selbst bei einer drohenden Vergiftung durch eine erhöhte CO-Konzentration sendet der menschliche Körper keine Warnzeichen wie z.B. Husten oder Atemnot aus. Je nach Konzentration des gefährlichen Gases in der Raumluft kann sich eine Vergiftung sofort oder auch schleichend entwickeln. Die CO-Vergiftung kann mit ihren Symptomen erst im Krankenhaus sicher diagnostiziert werden. Bei der schleichenden Variante besteht außerdem die Möglichkeit, dass sich die Vergiftung erst Stunden später bei den Betroffenen bemerkbar macht.

CO-Warnmelder
Damit die Einsatzkräfte der Feuerwehr Wiesmoor in Zukunft auf derartige Einsatzsituationen vorbereitet sind und gefährliche Kohlenmonoxid-Konzentrationen an Einsatzstellen erkennen können, wurden jetzt durch den Förderverein der Feuerwehr Wiesmoor vier CO-Warnmelder angeschafft. Die Warngeräte haben kompakte Abmessungen und können problemlos mit einem Klipp außen an der Einsatzkleidung befestigt und getragen werden. Nachdem man das Gerät zu Einsatzbeginn aktiviert hat, erfolgt eine kontinuierliche Messung der Umgebungsluft  im Aufenthaltsbereich seines Trägers. Sobald nun ein bestimmter Grenzwert für Kohlenmonoxid überschritten wird, schlägt der Melder sofort Alarm und warnt die Einsatzkräfte rechtzeitig.
Je einen CO-Melder erhielten der Ortsbrandmeister und sein Stellvertreter, da sie als Einsatzleiter die Einsatzstellen direkt anfahren, um eine erste Lageerkundung vor Eintreffen der restlichen Einsatzkräfte durchzuführen. Auf dem Einsatzleitwagen, der bei jedem Einsatz mit ausrückt, befinden sich die beiden anderen CO-Melder. Zusätzlich konnte durch den Förderverein auch eine Kalibrierstation für die Geräte angeschafft werden. Damit ist es möglich, die vom Hersteller geforderten regelmäßigen Funktionstests der Warnmelder vor Ort durchzuführen, ohne die Geräte einschicken zu müssen. Insgesamt investierte der Förderverein der Feuerwehr Wiesmoor eine Summe von rund 1200 Euro für die vier Geräte und das nötige Zubehör. Mit der Anschaffung dieser Warngeräte wird die Sicherheit der Wiesmoorer Feuerwehrleute um ein Vielfaches erhöht.


Text: Jan-Marco Bienhoff (jmb)                                                          Bild(er): Jan-Marco Bienhoff (jmb)