Wiesmoors Kirchen



Kreuzkirche Marcardsmoor

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Die Kreuzkirche zu Marcardsmoor ist die älteste Kirche Wiesmoors. Als die heutige Stadt eine reine Moorlandschaft war, wurde im Norden am neuen Ems-Jade-Kanal eine neue Siedlung gegründet. Auf dem Moor versuchten die Kolonisten, eine Existenz aufzubauen.
Schon in den ersten Planungen gehörte eine Kirche zur neuen Ortschaft dazu und mit staatlicher Unterstützung und großer Einsatzbereitschaft der Kolonisten konnte die Kirche auf dem Moor im Februar 1907 eingeweiht werden.
Über 4 Meter Moor wurden dazu ausgehoben, unterhalb der Oberfläche ebenso viel Steine verbaut wie oberhalb. Im Innern ist die Kirche schlicht durch eine Holzverkleidung gestaltet. Ihr Anziehungspunkt sind die originalen Bleiglasfenster mit Szenen des Leidens von Jesus.

Die Kirchengemeinde wird seit 1903 gebildet aus den drei Dörfern Marcardsmoor, Wiesedermeer und Upschört, gehört also heute je zur Hälfte zur Stadt Wiesmoor und zur Gemeinde Friedeburg. Sie hat ca. 1500 Mitglieder, einen eigenen Friedhof und einen Kindergarten.

Schwerpunkt der Gemeinde ist darum unter anderem die Arbeit mit Kindern. Pastor der Gemeinde ist seit 2003 Holger Rieken, der daneben auch in Wiesmoor mitarbeitet. Die Gemeinde lebt von der hohen Zahl der Ehrenamtlichen, die für eine lebendige Kirche und ein gut gefülltes Gemeindehaus sorgen.


Friedenskirche Wiesmoor

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Die Wiesmoorer Friedenskirche stammt aus dem Jahr 1930.
Zwar gab es schon 1906 die ersten Siedler in Wiesmoor. Diese wurden aber zunächst vom Marcardsmoorer Pastor mit versorgt. Einmal im Monat kam er mit einer Tretlore übers Moor und hielt Gottesdienst in der Schule.
1928 bekam Wiesmoor mit Albert Ahlers seinen ersten Pastor. Zwei Jahre später wurde die Friedenskirche erbaut auf einem Gelände, das als Sumpfloch galt.
Die Kirche ist sehr schlicht: Außen roter Backstein, innen weiß gestrichen. Aber gerade das ist das Faszinierende an ihr.

Im vergangenen Jahr hat die Kirche ein neues Holzkreuz für den Altarraum bekommen. Außerdem ist im Kirchturm ein Jugendraum eingerichtet worden.

Zur Friedensgemeinde zählen rund 4.300 Mitglieder.

Die Kirchengemeinde ist in zwei Bezirke aufgeteilt. Diese werden von Pastorin Anne Ulferts mit einer halben und Pastor Stefan Wolf mit einer ganzen Pfarrstelle versorgt. Außerdem wirkt Pastor Holger Rieken aus Marcardsmoor mit.

Nebenamtlich angestellt sind ein Organist, eine Küsterin, eine Reinmachefrau und eine Sekretärin.

Über 200 Ehrenamtliche arbeiten in der Friedenskirchengemeinde mit.

Es gibt eine Vielzahl von Gruppen. Es gibt viele besondere Gottesdienste für jung und alt.

Schwerpunkte in der Gemeindearbeit sind zur Zeit die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und die Kirchenmusik.



Versöhnungskirche Hinrichsfehn
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Die Versöhnungskirchengemeinde Hinrichsfehn ist die jüngste Gemeinde des Kirchenkreises Aurich und bildet den äußersten Südosten des Kirchenkreises. Sie wurde 1987 selbständig und umfasst den Südteil der Kommune Wiesmoor, die Ortsteile Hinrichsfehn, Mullberg, Rammsfehn und Wiesmoor-Süd, sowie Teile Wiesederfehns. Diese Ortsteile sind im Laufe des vergangenen Jahrhunderts durch verschiedene Formen der Moorkultivierung als Wohn- und Lebensraum gewonnen worden.
Die Kirche wurde in den Jahren 1963 bis 1965 erbaut. Sie ist ein moderner Kirchenbau der Nachkriegszeit, entworfen von dem Architekt Rainer Herrmann. Eine besondere Sehenswürdigkeit stellen die Glasfassaden des Oldenburger Informell-Künstlers Max Herrmann dar. Herrmann war Schüler von Otto Dix und Max Beckmann. Ein Schlüssel zur Besichtigung der Kirche ist im Pfarrhaus neben der Kirche zu bekommen. Den Schwerpunkt des Gemeindelebens stellt die Verkündigung des Evangeliums dar. Dies geschieht insbesondere durch musikalische Initiativen, die alle Altersgruppen vom Kinderchor bis zum Erwachsenenchor umfassen.



Christuskirche Spetzerfehn

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Herzlich willkommen in der Christus-Gemeinde Spetzerfehn!
Vielleicht wundern Sie sich: Spetzerfehn gehört doch zum benachbarten Großefehn. Wieso kommt eine Großefehntjer Kirchengemeinde auf die Wiesmoor-Seite?
Das hängt - ganz grob geschildert - mit der Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg zusammen. Der damalige Gutsbezirk Wilhelmsfehn II gehörte noch keiner Kirchengemeinde an, wurde jedoch gastweise von der Strackholter Gemeinde mitbetreut.
Vom Landeskirchenamt ging eine Initiative aus, diesen Gaststatus aufzugeben und die Einwohnerinnen und Einwohner von Wilhelmshehn II als reguläre Mitglieder an die Kirchengemeinde Strackholt zu binden. Per Unterschrift sollten sich die Wilhelmsfehntjer mit diesem Plan einverstanden erklären. Dieses Unternehmen wäre sicherlich geglückt, wenn nicht etliche Frauen in Abwesenheit ihrer Männer die Unterschrift dazu verweigert hätten. Das muss etwa im Mai oder Juni 1948 gewesen sein, also zu einer Zeit, in der tagsüber kaum arbeitsfähige Männer zu Hause anzutreffen waren. Die Frauen waren sich einig: Nach Strackholt ist es von uns aus viel zu weit!  Also musste es zu einer anderen Regelung kommen und es entstand nach einigem Hin und Her die Kapellengemeinde Spetzerfehn, zu der nun auch der Gutsbezirk Wilhelmsfehn II sowie ebenfalls der Gutsbezirk Auricher Wiesmoor II gehörte. So entstand eine Gemeinde, deren Mitglieder zu einem Teil aus kommunalen Wiesmoorern und zu einem Teil aus kommunalen Spetzerfehnern bestand. Das ist bis heute so.

Dieser geschichtliche Hintergrund ist heute nur noch wenigen bewusst. Viel mehr kommt es auch darauf an, dass wir gemeinsam eine lebendige Gemeinde sind und in unserer Christus-Gemeinde einen Ort haben, an dem Menschen in ihrem Glauben gestärkt und andere zum Glauben an Jesus Christus erweckt werden. Das geschieht in den Gottesdiensten, die wir an jedem Sonntag um 10 Uhr feiern, aber auch in den Gruppen und Kreisen, in denen sich viele unterschiedliche Menschen zu Hause fühlen. Für jedes Alter ist etwas dabei und insgesamt herrscht bei uns eine eher persönliche und lockere Atmosphäre. Immer wieder wird uns bestätigt, dass auch Menschen leicht einen Zugang zu unserer Gemeinde finden können, die bisher keinen Kontakt hatten. Und auch diejenigen, die die unterschiedlichen Angebote unserer Gemeinde nicht persönlich in Anspruch nehmen, sind nicht an den Rand gedrängt. Wir freuen uns, dass sie dazu gehören und unser Gemeindeleben mit ihrem Interesse und Wohlwollen begleiten.

Klicken Sie sich gerne durch unsere Homepage oder lernen Sie uns persönlich kennen!

Herzlich willkommen!



Maria Hilfe der Christen

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Die Kirche wurde 1953 insbesondere auch für Flüchtlinge und Heimatvertriebene aus dem katholischen Schlesien errichtet. Ein Vorläufer war eine 1913 im heutigen Ortsteil Hinrichsfehn erbaute Lagerkirche für katholische polnische Saisonarbeiter und Straffällige, im 1. Weltkrieg auch für katholische Kriegsgefangene.

Das Gebäude besticht als Hallenkirche mit einem Keramikkunstwerk <Raum- Zeit> von Ruth Landmann an der Rückwand des bogenförmigen Altarraums. Der das Kirchenschiff umsäumende Kreuzweg wurde von ihrem Mann gestaltet.

Bis 1990 versah ein eigener Pastor die kirchlichen Aufgaben. Danach wurde aufgrund von Priestermangel die kath. Gemeinde von der St. Ludgerus Kirche aus Aurich mitversorgt, seit 2007 ist sie Teil eines Gemeindeverbundes aus den katholischen Kirchengemeinden Wittmund, Neustadtgödens und Aurich.

1956 wurde ein Gemeinde- und Jugendhaus gebaut, indem vielerlei Aktivitäten ablaufen. Neben Jugendgruppen, die von einer Pastoralreferentin betreut werden, bestehen ein Kirchenchor, ein sehr reger Kolpingsverein und mehrere Seniorengruppen.

Wegen der Diaspora -Situation wird an jedem Sonntag nach der Messfeier ein Kaffee angeboten, der das Gemeinschaftsgefühl verstärken soll.



Evangelisch-methodistische Kirche

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Die kleine evangelisch-methodistische Kirchengemeinde feierte am 23. März 2014 ihren letzten Gottesdienst. Die Kirchengemeinde wurde in den letzten Jahren immer kleiner, das selbständige Gemeindeleben musste aufgegeben werden.  Pastor Hermann Reimer wünschte den Methodisten im Namen der Christuskirchengemeinde Spetzerfehn, dass sie einen Platz in einer anderen Gemeinde finden mögen. Sie wurden herzlich in die Christus-Gemeinde eingeladen.


Neuapostolische Kirche

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Die Kirche an der Dahlienstraße wurde 1982/83 erbaut und war Wiesmoors jüngstes Kirchengebäude. Die Gemeinde litt unter demographischem Mitgliederschwund, verstärkt noch durch Fortzug junger Mitglieder. Deshalb wurde die neuapostolische Kirchengemeinde Wiesmoor im Jahr 2013 mit der neuapostolischen Kirchengemeinde Großefehn zusammengelegt.

Das Kirchengebäude wurde entwidmet und mittlerweile verkauft.