Dienstag, 24. April 2018

Friedhofspaten

Friedhof Wiesmoor im Frühlingsschmuck
Der Tod eines lieben Menschen - sei es Vater, Mutter, Ehemann oder Ehefrau, ganz besonders aber auch einer Tochter oder eines Sohnes - ist immer ein gravierender Einschnitt im Leben eines Menschen. Es liegt aber in der Natur des Lebens, dass dazu eben auch das Sterben gehört!
Um mit solch einem Schlag umgehen zu können, ist Trauerarbeit enorm wichtig.

Das haben im vergangenen Jahr auch viele Wiesmoorer erleben und erfahren müssen.

Bei Besuchen des Grabes des eigenen Verstorbenen traf man Menschen, die ähnliches erlebt hatten. Man kam ins Gespräch und beschloss, als Teil der Trauerarbeit sich neben der Arbeit an den eigenen Gräbern auch um den Gesamteindruck des Friedhofs zu kümmern.

Gesagt, getan. Am 11. Oktober 2017 fanden sich Freiwillige, die sich ehrenamtlich um die Pflege der Friedhofsanlage in der Schulstraße kümmern wollten. Bald kamen neue Mitglieder hinzu. Inzwischen ist die Gruppe auf 20 Mitglieder angewachsen.

Jeden Mittwoch ab 9 Uhr treffen sich die Aktivisten und kümmern sich um die Friedhopfsflege. Jetzt, im April, schmücken leuchtende Narzissen den zentralen Weg vom Eingang des Friedhofs zur Kapelle, nun sollen Pflanzkübel befüllt werden

Das Zwischenergebnis dieser Aktivitäten - Stand 18.04.2018 - mit den anwesenden Mitgliedern ist hier zu sehen (immer von links!):

Edeltraud Benson - Hanna Kleihauer - Alma Martens

Kerstin Decker - Christa Duismann - Ehemann Ewald fehlt

Hanna Hilbrands - Ulli Dirks

Hinni Ocken

Johann Dirks - Erika Flügge - Ehemann Olaf fehlt
Weitere Gruppenmitglieder (nicht im Bild) sind:
Hanna Seiler, Gerold Wilken, Karl-Heinz Helmers, Reinhard Grotlüschen, Theo von Harten, Karl-Heinz Henken, Gerhard Hummels und Kea Bruns.

Edeltraud Benson als Sprecherin dieser Arbeitsgruppe sagte, dass neben der Gartenarbeit auch die gemeinsame Trauerarbeit sehr wichtig sei. Die Umarmung eines neu hinzugekommenen Mitglieds sei als Willkommensgruß sehr wichtig. Darauf könne derjenige dann antworten, wann immer er dazu in der Lage sei. Das sei individuell verschieden. Auf jeden Fall sei es gut, dass nach der großen Veränderung im eigenen Leben und der damit einher gehenden Einsamkeit wieder soziale Kontakte entstünden, die die erlebte Einsamkeit erträglicher machen würden.

Zu wünschen ist, dass eigene Angehörige, die gegenwärtig oder zukünftig in die Situation eines "Übriggebliebenen" geraten, durch diese Gruppe vielleicht wieder aufgefangen werden können. Bitte darauf hinweisen! Kontakte können über redaktion@wiesmoor-info.de hergestellt werden.