Sonntag, 5. Juni 2016

Großbrand vernichtet Werkstatt und Wohnhaus

Ein Großbrand zerstörte am Samstagmorgen den Großteil eines Betriebes an der Kreuzung Amselweg, Ecke Mühlenstraße im Wiesmoorer Stadtteil Mullberg.
Die Flammen vernichteten eine Werkstatthalle auf dem rückwärtigen Teil des Grundstücks komplett. Auch das direkt angrenzende Wohnhaus mit den darin befindlichen  Verkaufsräumen wurde durch das Feuer stark beschädigt.
Nachdem der Eigentümer den Brand selbst bemerkt hatte und eigene Löschversuche fehlschlugen, setzte er den Notruf ab. Daraufhin alarmierte die Kooperative Regionalleitstelle Ostfriesland um 09.34 Uhr die Feuerwehren Wiesmoor und Marcardsmoor, sowie den Einsatzleitwagen 2 der Feuerwehr Middels. Als das erste Fahrzeug der Feuerwehr Wiesmoor den Einsatzort erreicht hatte, stand die Werkstatthalle bereits in Vollbrand. Die dort gelagerten Materialien boten dem Feuer reichlich Nahrung, sodass meterhohe Flammen direkt an den Dachstuhl des danebenstehenden Wohnhauses schlugen. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich keine Personen mehr im Gebäude. Dem Eigentümer und den Feuerwehrleuten gelang es, einige wenige Garten- und Motorgeräte vom Brandobjekt zu entfernen. In dieser frühen Einsatzphase gefährdeten zudem zahlreiche gelagerte Propangasflaschen, sowie Acetylen- und Sauerstofflaschen im Werkstattbereich die Arbeit der Einsatzkräfte. Mehrere dieser Gasflaschen konnten gerade noch rechtzeitig geborgen und vor den Flammen in Sicherheit gebracht werden.


Kurz nach Beginn der Löscharbeiten, kam es zu einer Durchzündung und einer schlagartigen Brandausweitung, in dessen Folge der gesamte Dachstuhl des Wohnhauses ebenfalls in voller Ausdehnung brannte. Nur durch einen massiven Löschwassereinsatz aus mehreren Strahlrohren und dem Wenderohr der Drehleiter gelang es den Einsatzkräften, die Intensität des Feuers einzudämmen. Sie gingen dabei sowohl im Außen- als auch im Innenangriff gegen die Flammen vor. Nach knapp einer Stunde war der Brand schließlich unter Kontrolle. Die folgenden Nachlöscharbeiten erwiesen sich in dem großen und sehr verwinkelten Gebäudekomplex als enorm aufwändig.




Die Halle, in der sich die Werkstatt befand, brannte vollständig nieder. Das gesamte Wohnhaus wurde durch das Feuer schwer beschädigt und ist nicht mehr bewohnbar. Im Verlauf des gut fünfeinhalbstündigen Einsatzes kamen 18 Atemschutztrupps zum Einsatz. Insgesamt waren die Feuerwehren Wiesmoor und Marcardsmoor mit 65 Einsatzkräften und zehn Fahrzeugen im Einsatz. Die Einsatzleitung wurde durch einige Kameraden der Feuerwehr Middels unterstützt, die mit dem Einsatzleitwagen 2 angerückt waren. Neben Rettungsdienst, Polizei und Unterer Wasserbehörde war auch ein Mitarbeiter der EWE vor Ort. Da zudem nicht ausgeschlossen werden konnte, dass die Leiterseile der nahegelegenen Freileitungen durch die starke Hitzeentwicklung des Brandes in Mitleidenschaft gezogen wurden, ließ die Einsatzleitung auch die Firma Avacon als zuständigen Netzbetreiber informieren, die umgehend zwei Mitarbeiter zur Einsatzstelle entsandte.
Nach Abschluss der Löscharbeiten sicherten Mitarbeiter des Baubetriebshofes der Stadt Wiesmoor die Brandstelle mit Bauzäunen und Absperrungen.


Text: Jan-Marco Bienhoff (jmb);
Bild(er): Marc Helmerichs (mh)