Donnerstag, 25. September 2014

Sorgenkind Stadtbibliothek

Seit dem Umzug der Stadtbibliothek vom Standort am Schulzentrum in das Torhaus an der Hauptstraße, gegenüber des alten Rathauses, sind die Benutzerzahlen stark eingebrochen. Insbesondere Schulkinder, die früher in den Pausen das Bibliotheksangebot genutzt hätten, seien deutlich weniger geworden. Um auf die Situation aufmerksam zu machen und die Nutzerfrequenz möglichst wieder anzuheben, hatte Gabriele Schoone, Leiterin der Bibliothek, am vergangenen Sonnabend zusammen mit fleißigen Helferinnen zu einem Tag der offenen Tür geladen.
Die Ostfriesen-Zeitung berichtete am 23. September 2014 darüber:

http://www.oz-online.de/-printartikel/4730065/Wir-sind-einfach-zu-weit-weg

Auch die CDU Wiesmoor nahm diese Aktion zum Anlass, in ihrer heutigen Pressemitteilung darauf hinzuweisen, dass sich die vor 2 Jahren geäußerten Befürchtungen der CDU bestätigt hätten und man angesichts dieser Entwicklung die Stadtbibliothek nicht im Regen stehen lassen dürfe.

Gespräch am 11.09.2012 - Foto: CDU
Bei diesem Treffen sprachen beide Seiten von den möglichen negativen Auswirkungen des Standortwechsels und der damit verbundenen räumlichen Trennung von der Schule. Über Jahrzehnte nutzten die Schüler das direkte Angebot vor Ort und wurden so an das Lesen herangeführt.
Dies ist heute nicht mehr der Fall. Die Zahlen belegen dies mehr als deutlich.
Die Anbindung ist weg.
Auch wenn das Engagement der Leiterin Frau Schoone und ihrer Helfer
besondere Anerkennung verdient, wird dies auf Dauer nicht das Problem des
falschen Standortes lösen - argumentiert Klaus-Dieter Reder.

Aus Sicht der CDU, so Reder, ist der abgelegene Standort im Torhaus das
Problem. An dieser Stelle erinnert er nochmal daran, dass auch Friedeburg die
Bibliothek an die Schule heran verlegt hat. Dies haben die Verantwortlichen
durch den überhasteten Umzug scheinbar völlig aus den Augen verloren
gehabt.
Deshalb, so Reder, sei es nun höchste Zeit das Thema auf die Tagesordnung
des Schulausschusses zu bringen, um eine zukunftsträchtige Lösung zu finden.
Eine erneute Verlegung darf kein Tabu sein, auch muss das Thema der
Doppelstrukturen (KGS Fachbücherei) Bestandteil der Lösung sein. Ziel könnte
hierbei mittelfristig ein Mediencenter sein, dass Allgemeine Bereiche und
Fachbereiche gleichermaßen bedient und wieder dicht an den
Schülern/Kindern ist.
Es ist Zeit zu handeln, damit die Bibliothek auch auf Dauer eine vernünftige
Perspektive hat. Es sei denn, hinter dem Umzug steckten Überlegungen, um
sich still und leise von einem Kostenfaktor zu verabschieden.
Die CDU-Fraktion wird hierzu in Kürze einen entsprechenden Antrag in den
Fachausschuss einbringen, verspricht deren Vorsitzender.