Sonntag, 7. Juli 2013

Nachbarschaftshilfe


Gebäudebrand in Friedeburg

Mit vier Fahrzeugen unterstützte die Feuerwehr Wiesmoor am Freitagnachmittag die Kameraden aus Friedeburg, die bei einem Großbrand mit allen sechs Ortswehren im Einsatz waren. Eine 97-Jährige Hausbewohnerin konnte sich vor dem Feuer selbst und unverletzt ins Freie retten.

Am späten Nachmittag wurde die Drehleiter der Feuerwehr Wiesmoor zur nachbarlichen Löschhilfe in die Gemeinde Friedeburg, Landkreis Wittmund, gerufen. Im dortigen Galgenweg hatte ein implodierter Fernseher in der Oberwohnung eines Einfamilienhauses ein Feuer ausgelöst. Die Flammen griffen rasch um sich und erfassten auch den Dachstuhl des Gebäudes. Eine 97-Jährige Frau, die sich zur Zeit des Brandausbruchs in der Oberwohnung befand, konnte sich noch aus eigener Kraft unverletzt ins Freie retten. Sie informierte einen Nachbarn der schließlich über Notruf die Feuerwehr verständigte. Als die ersten Kräfte der Feuerwehr Friedeburg den Einsatzort erreichten, quoll dichter Rauch aus dem gesamten Dachstuhl hervor. Die Drehleiter wurde vor dem Wohnhaus in Stellung gebracht. Um den Brandherd von außen ablöschen zu können, mussten einige Dachziegel mit einem Einreißhaken entfernt werden. Zeitgleich bekämpften Atemschutztrupps das Feuer im Innenangriff. Der kombinierte Löschangriff von innen und außen zeigte nach kurzer Zeit Wirkung. Die auf dem Dach installierte Photovoltaikanlage bereitete den Einsatzkräften dabei keine größeren Probleme. Um wegen der enormen Rauchentwicklung ausreichend Atemschutzgeräteträger in Reserve zu haben, wurde in Rücksprache mit der Einsatzleitung vor Ort zusätzlich ein Löschgruppenfahrzeug aus Wiesmoor angefordert.

Foto: FFW Wiesmoor

Foto: FFW Wiesmoor

Foto: FFW Wiesmoor

Da es zeitgleich in Wittmund zu einem personal- und materialintensiven Großbrand gekommen war und somit die FTZ Wittmund schon alle Hände voll zu tun hatte, halfen die Wiesmoorer ihren Kameraden der Nachbargemeinde mit Atemluftflaschen aus, die der Gerätewagen-Logistik an die Einsatzstelle brachte. Außerdem übernahmen die Atemschutzgerätewarte der Feuerwehr Wiesmoor im Anschluss das Befüllen der gebrauchten Atemluftflaschen und das Reinigen der Masken. Nach mehr als zwei Stunden war der Einsatz für die Wiesmoorer im Galgenweg beendet, die Arbeiten in der Atemschutzwerkstatt dauerten allerdings noch weitere drei Stunden an.